

CD, IntraPOP, 2011
After seven years of work, the Dutch band Elektronische Maschine (by many
associated with Kraftwerk) managed to put out their fifth album Kampf
Maschine (mastered by Eroc) at the end of 2010.
The albums concept deals with the permanent struggle against mediocrity,
which in all its aspects can be observed effortless around our society.
The outcome on Kampf Maschine is very machine-like dance music
incorporating heavy in-your-face electro beats and rhythms next to a small
dash of synth-pop. Beside many repetitive structures, the 11 vocal tracks
encompass a strong and profound robot/technological feel, expressing both
bold power and artificial emotion.
Melody plays a minor role in this thunder trip through the darker side of
electronic music (the first bonus piece Electro Dance is the only
melodic and Kraftwerkian-tune found here), while a whole assortment of international
original voices and vocals passes by in one continous go.
The one thing that dont make sense to me are the two far too static
and clean dance versions attached as bonusses to the original album. All in
all, Kampf Maschine (a movie without images according to the band
members) makes a high-energy and dynamic exercise with just slight Kraftwerkian
touches.
Bert Strolenberg
Elektronische Maschine - Kampfmaschine (2010)
(14 Stücke, 57:24 Minuten Spielzeit)
Es ist viel Zeit seit der letzten eröffentlichung des niederländischen
Projektes Elektronische Maschine vergangen.
Ganze sieben Jahre hat es gedauert, bis Ende 2010 mit "Kampfmaschine"
der Nachfolger des 2003'er Werkes "Das Netz" herausgekommen ist.
Auch im LineUp hat sich was getan, denn das bisherige Trio ist auf fünf
Personen angestiegen, wobei aber eindeutig Richard de Boer - Kopf des Projektes
- die Fäden in der Hand hält.
Stilistisch sind sich Elektronische Maschine treu geblieben und präsentieren
einen technoiden Sound, der sehr stark von Kraftwerk beeinflusst ist. Dazu
umgeben sie sich mit dem Flair von Science Fiction-Filmen wie "Terminator".
Ich kann nicht sagen ob meine CD defekt ist oder die Band einen Kopierschutz
verwendet hat, aber das Hören über den Rechner (zum Besprechen der
Platte) war nicht möglich, da der Silberling vom PC nicht angenommen
wurde
14 Stücke umfasst die CD, von denen zwölf neu sind und zwei als
Dance-Versionen der Albumtracks vorliegen.
Mit einem von Sue Commerford gesprochenen Eingangstext beginnt der Opener
"Prologue (The Encounter", der danach in einen sehr energetischen
Track übergeht, der fette, pumpende Beats enthält, die hier schon
zum Tanzen einladen. Richards Gesang ist als Sprechgesang angelegt und wird
durch Effekte noch sehr schön verfremdet. Dieser erste Track geht sofort
gut ab und ist für mich schon eines der Highlights des Albums.
Es folgt "Apathetic" das ein akustisches Zwischenspiel darstellt.
Einige Effekte und eine russische Frauenstimme erzeugen eine Atmosphäre
wie aus einem Science Fiction-Film. Im anschließenden "Going Underground"
spricht Richard einen Text auf Deutsch, begleitet von unterkühlten und
technoiden Rhythmen. Heftige Technobeats wechseln hier mit Industrial, traditioneller
Elektronik und Gothic ab. Das klingt recht düster, zumal Richard auch
von Tod singt.
Wie ein Telespiel beginnt "The Meeting". Und dann hauen uns die
Jungs wieder die bpm um die Ohren. Der Gesang wirkt dabei wie ein Dialog verschiedener
Personen. "Das Material" ist wieder ein typischer Elektronische
Maschine-Track. Ein stampfender Beat mit kalten Sounds bestückt, die
wie eine Mixtur aus Kraftwerk, Industrial, Soundtrack und Techno klingen.
Recht monoton werden die Worte "Das Material" dabei wiederholt.
In "The Production Line" geht das Projekt dann in Richtung Electropop
/ Wave. Dieser Track ist recht melodisch und zeigt auch wieder die deutliche
Nähe zu Kraftwerk. Das kurze "Kampfansage" (0:31 Minuten) ist
der Vorbote zum Titelstück. Bedrohliche Synthieflächen und eine
weibliche Stimme bestimmen dieses kurze Stück. Dann kommt das Titelstück,
das wieder durch einen harten Technorhythmus besticht. Es zeigt die Power
der Maschine. "The Report" wirkt dagegen wie eine Livesendung einer
Kriegsszenerie aus der Zukunft. Da flirren die Synthies wie Schüsse und
Menschen schreien. Dann beginnt ein Parforceritt, denn der Rhythmus galoppiert,
während Richard eher stoisch seinen Text spricht. Die ersten elf Stücke
wirken auf mich wie eine Szenerie aus "Terminator".
Als Bonusstücke gibt es dann noch "Electro Dance" das wesentlich
freundlicher rüberkommt und eine schöne Melodieführung hat.
Das klingt schon fast nach Popmusik mit Vocodergesang. "Das Matrial"
und "The Report" sind daneben als Danceversionen enthalten. "Das
Material" wartet mit einem veränderten, noch härteren Rhythmus
auf, während "The Report" nur leicht verändert wurde.
Elektronische Maschine sind ihrem Stil treu geblieben und legen nach sieben
Jahren eine neue CD vor, die vor allem durch unterkühlte Industrial-/Techno-Rhythmen
für eine gehörige Portion Power sorgt. Wer die Musik von Elektronische
Maschine kennt, der weiß was ihn erwartet. Wer sie nicht kennt, der
sollte sich Kraftwerk mit harten Rhythmen und im Umfeld von "Terminator"
vorstellen. Dabei klingen die Stücke an einigen Stellen recht brutal.
Ansonsten sage ich nur Anlage voll aufdrehen und die bpm's fliegen lassen.
Stephan Schelle, April 2011
http://www.musikzirkus-magazin.de/
